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Dinkelmilch – Der milde Getreidedrink mit langer Tradition

Dinkelmilch – im Handel als Dinkeldrink bezeichnet – wird aus dem Urgetreide Dinkel hergestellt und überzeugt mit einem mild-süßlichen Geschmack ohne starken Eigengeschmack. Dinkel gilt als besonders bekömmliche Getreidesorte und wird seit Hildegard von Bingen als wertvolles Nahrungsmittel geschätzt. Der Drink lässt sich vergleichsweise einfach und kostengünstig herstellen, enthält allerdings Gluten und ist daher für Menschen mit Zöliakie nicht geeignet.

Dinkelmilch – Der milde Getreidedrink mit langer Tradition

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Nährwerte pro 100 ml (ca. Angaben)

Nährstoff Menge (ca.)
Kalorien 47 kcal
Protein 0,6 g
Fett 0,7 g
Kohlenhydrate 9,2 g
Calcium 8 mg

Alle Nährwertangaben sind Durchschnittswerte und können je nach Produkt, Hersteller und Herkunft abweichen.

Herstellung

Die Herstellung von Dinkelmilch gehört zu den einfachsten und kostengünstigsten unter den Pflanzendrinks. Dinkelkörner werden zunächst in Wasser eingeweicht und anschließend gemahlen oder püriert. Der entscheidende Schritt ist die enzymatische Fermentation: Durch Zugabe von Enzymen werden die Stärke im Dinkel teilweise in Zucker umgewandelt. Dieser Prozess verleiht dem Drink seine natürliche Süße, ohne dass Zucker zugesetzt werden muss.

Nach der Fermentation wird die Masse gefiltert und pasteurisiert. Viele Hersteller fügen Pflanzenöl (häufig Sonnenblumenöl) hinzu, um eine milchähnliche Konsistenz zu erzielen, sowie Calcium und Vitamine zur Nährstoffanreicherung. Stabilisatoren wie Gellan sorgen dafür, dass sich die Bestandteile nicht trennen.

Im Vergleich zu Nussmilch-Varianten ist die Herstellung deutlich günstiger, da Dinkel ein heimisches Getreide ist, das in Deutschland und Europa großflächig angebaut wird. Das macht Dinkelmilch zu einem der preiswertesten Pflanzendrinks im Regal.

Die Herstellung zu Hause gelingt ebenfalls gut: Etwa 60 g rohen Dinkel (idealerweise zuvor über Nacht eingeweicht oder angekeimt) mit 750 ml Wasser, einer Prise Vanille und 1–2 entsteinten Datteln im Hochleistungsmixer pürieren und durch ein feines Tuch filtern. Das Ankeimen des Dinkels vor dem Mixen verbessert den Geschmack und erhöht die Bioverfügbarkeit der Nährstoffe.

Nährwerte & Inhaltsstoffe

Dinkelmilch hat mit 47 kcal pro 100 ml einen etwas höheren Kaloriengehalt als viele andere Pflanzendrinks. Das liegt vor allem am vergleichsweise hohen Kohlenhydratanteil von 9,2 g pro 100 ml, der durch die enzymatische Aufspaltung der Dinkelstärke entsteht. Ein erheblicher Teil dieser Kohlenhydrate liegt als Zucker vor – nicht zugesetzt, sondern durch den Fermentationsprozess natürlich entstanden.

Der Fettgehalt ist mit nur 0,7 g pro 100 ml ausgesprochen niedrig, und der Proteingehalt liegt mit 0,6 g pro 100 ml ebenfalls im unteren Bereich der Pflanzendrinks. Dinkel selbst ist zwar proteinreicher als Weizen, durch die starke Verdünnung im fertigen Drink geht dieser Vorteil jedoch weitgehend verloren.

An Mineralstoffen enthält Dinkelmilch Kalium, Natrium, Phosphor und Mangan. Der natürliche Calciumgehalt ist mit nur 8 mg pro 100 ml sehr gering – selbst im Vergleich zu anderen Pflanzendrinks ein niedriger Wert. Eine Anreicherung durch den Hersteller ist daher besonders empfehlenswert.

Dinkelmilch enthält zudem Ballaststoffe, die sich positiv auf die Verdauung auswirken. Die enthaltenen B-Vitamine unterstützen den Energiestoffwechsel. Wichtig zu wissen: Dinkelmilch enthält Gluten (Dinkel ist eng mit Weizen verwandt) und ist daher für Menschen mit Zöliakie oder Glutensensitivität nicht geeignet.

Dinkelmilch enthält Gluten und ist daher für Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit nicht geeignet. Wer einen glutenfreien Getreidedrink sucht, sollte stattdessen zu Hafermilch aus garantiert glutenfreiem Hafer oder zu Reismilch greifen. Auch Hirse- und Buchweizendrinks sind glutenfreie Getreidealternativen.

Geschmack & Verwendung

Dinkelmilch hat einen mild-süßlichen Geschmack mit ausgeprägtem Getreidearoma. Die natürliche Süße entsteht durch die enzymatische Fermentation und macht zugesetzten Zucker in vielen Anwendungen überflüssig. Im Vergleich zu Hafermilch ist der Getreidegeschmack etwas dezenter und feiner, was Dinkelmilch für Einsteiger oft angenehmer macht.

Ohne Süßung hat Dinkelmilch allerdings ein recht ausgeprägtes Kornaroma, das nicht jedermanns Sache ist. Die meisten handelsüblichen Produkte sind daher leicht gesüßt oder enthalten Vanille zur Geschmacksabrundung.

Im Müsli und Porridge spielt Dinkelmilch ihre Stärken aus – die natürliche Getreidesüße harmoniert perfekt mit Haferflocken und Nüssen. Für Kaffee ist sie gut geeignet, da sie sich ordentlich aufschäumen lässt und die Süße den Kaffee angenehm abrundet. Beim Backen kann Dinkelmilch Kuhmilch in den meisten Rezepten 1:1 ersetzen.

Für herzhafte Saucen und Suppen ist Dinkelmilch aufgrund ihres süßlichen Grundtons weniger geeignet. Auch als Sahneersatz kommt sie nicht infrage, da ihr Fettgehalt dafür zu gering ist. Für cremige Gerichte empfehlen sich fettreichere Alternativen wie Soja- oder Kokosmilch.

Vorteile & Nachteile

Häufige Fragen

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Nein, Dinkelmilch ist bei Zöliakie nicht geeignet. Dinkel ist eng mit Weizen verwandt und enthält Gluten. Das im Dinkel enthaltene Gluten kann bei Menschen mit Zöliakie die typischen Entzündungsreaktionen im Dünndarm auslösen. Auch bei Glutensensitivität sollte Dinkelmilch gemieden werden. Glutenfreie Alternativen sind Reis-, Soja-, Mandel-, Kokos- oder Hanfmilch sowie Hafermilch aus zertifiziert glutenfreiem Hafer.
Beide sind Getreidedrinks, unterscheiden sich aber in mehreren Punkten. Dinkelmilch hat ein etwas feineres Getreidearoma und einen höheren Kohlenhydratgehalt (9,2 g vs. ca. 6,5 g pro 100 ml bei Hafermilch). Hafermilch enthält mehr Beta-Glucan, einen löslichen Ballaststoff, der den Cholesterinspiegel positiv beeinflusst. Hafermilch ist zudem in glutenfreier Variante erhältlich, während Dinkelmilch immer Gluten enthält. Geschmacklich bevorzugen manche die mildere Dinkelnote, andere das vollere Haferaroma.
Der hohe Kohlenhydratgehalt von 9,2 g pro 100 ml entsteht durch die enzymatische Fermentation bei der Herstellung. Dabei wird die im Dinkelkorn enthaltene Stärke durch Enzyme in kürzere Zuckermoleküle aufgespalten. Diese natürlich entstandenen Zucker verleihen der Dinkelmilch ihre charakteristische Süße. Es handelt sich nicht um zugesetzten Industriezucker, sondern um einen Bestandteil des Herstellungsprozesses, der auch bei Hafermilch angewendet wird.
Ja, Dinkelmilch lässt sich einfach zu Hause herstellen. Etwa 60 g rohe Dinkelkörner werden über Nacht eingeweicht oder 1–2 Tage angekeimt. Dann werden sie mit 750 ml Wasser, einer Prise Vanille und 1–2 entsteinten Datteln für Süße im Hochleistungsmixer püriert und durch ein feines Tuch gefiltert. Das Ankeimen verbessert den Geschmack und die Nährstoffverfügbarkeit. Der selbst gemachte Drink hält im Kühlschrank etwa 3 Tage.

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