Rezept 4. März 2026 · 5 Min. Lesezeit

Walnussmilch selber machen: Nährstoffreicher Pflanzendrink in 10 Minuten

Walnussmilch gehört zu den aromatischsten und nährstoffreichsten Pflanzenmilch-Varianten, ist aber im Supermarkt kaum zu finden. Dabei lässt sie sich mit wenigen Zutaten in unter zehn Minuten selbst herstellen. Das Ergebnis: ein cremiger Drink voller Omega-3-Fettsäuren, ganz ohne Zusatzstoffe.

Walnussmilch selber machen: Nährstoffreicher Pflanzendrink in 10 Minuten

Warum ausgerechnet Walnussmilch?

Unter den zahlreichen Pflanzendrinks ist Walnussmilch ein echter Geheimtipp. In den meisten Supermärkten sucht man sie vergeblich – sie gilt noch immer als exotische Variante. Dabei haben Walnüsse ernährungsphysiologisch einiges zu bieten und verleihen der selbstgemachten Milch einen unverwechselbar cremigen, nussigen Charakter, der deutlich voller schmeckt als dünnere Alternativen wie Reis- oder Mandelmilch.

Nährstoffprofil der Walnuss

Walnüsse gehören zu den nährstoffreichsten Nüssen überhaupt. Ihr herausragendes Merkmal ist der hohe Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, insbesondere Alpha-Linolensäure (ALA). Diese essenzielle Fettsäure spielt eine wichtige Rolle für die Gehirnentwicklung und die kognitive Leistungsfähigkeit. Nicht umsonst erinnert die Form der Walnuss an ein menschliches Gehirn.

Darüber hinaus liefern Walnüsse ein breites Spektrum an Mineralstoffen und Vitaminen:

Ein Teil dieser Nährstoffe geht beim Abseihen zwar in den Trester über, doch die wasserlöslichen Vitamine, Mineralstoffe und ein beachtlicher Anteil der gesunden Fette landen in der fertigen Milch.

Zutaten für 750 ml Walnussmilch

Benötigte Hilfsmittel: Ein leistungsstarker Standmixer, ein Nussmilchbeutel (ersatzweise ein sauberes, feinmaschiges Geschirrtuch oder Passiertuch), eine große Schüssel und eine Glasflasche oder ein Schraubglas zur Aufbewahrung.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Walnüsse einweichen: Die Walnusskerne in eine Schüssel geben und mit reichlich kaltem Wasser bedecken. Mindestens 4 Stunden, idealerweise über Nacht einweichen lassen. Durch das Einweichen werden die Nüsse weicher, der Mixer hat weniger Arbeit und die Milch wird cremiger. Außerdem werden Phytinsäure und Tannine teilweise abgebaut, was die Bekömmlichkeit verbessert.
  2. Einweichwasser abgießen: Die eingeweichten Walnüsse in ein Sieb geben und gründlich unter fließendem Wasser abspülen. Das Einweichwasser enthält Gerbstoffe und schmeckt bitter – es sollte keinesfalls weiterverwendet werden.
  3. Mixen: Die abgespülten Walnüsse zusammen mit 750 ml bis 1 Liter frischem, kaltem Wasser in den Mixer geben. Eine Prise Salz hinzufügen. Auf höchster Stufe 60 bis 90 Sekunden mixen, bis eine gleichmäßig weiße, schaumige Flüssigkeit entsteht. Wer süßen möchte, gibt jetzt die Datteln oder den Ahornsirup hinzu und mixt nochmals kurz durch.
  4. Abseihen: Den Nussmilchbeutel über eine große Schüssel hängen und die Mischung langsam hindurchgießen. Den Beutel anschließend fest zusammendrehen und gründlich ausdrücken, um möglichst viel Flüssigkeit zu gewinnen. Es bleiben etwa 3 bis 4 Esslöffel feuchter Nusstrester übrig.
  5. Abfüllen und kühlen: Die fertige Walnussmilch in eine saubere Glasflasche oder ein Schraubglas füllen und sofort im Kühlschrank aufbewahren.
Den übrig gebliebenen Walnusstrester nicht wegwerfen! Bei 80 °C im Backofen getrocknet, lässt er sich als Walnussmehl zum Backen verwenden. Auch in Müsli, Energiekugeln oder Smoothies ist er eine wertvolle Zutat.

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Selbstgemachte Walnussmilch hält sich im Kühlschrank 3 bis 5 Tage. Da sie keinerlei Konservierungsstoffe oder Stabilisatoren enthält, setzt sich die Milch nach einiger Zeit ab und die festen Bestandteile sinken nach unten. Das ist völlig normal – vor dem Verwenden einfach kräftig schütteln, dann verbindet sich alles wieder zu einer gleichmäßigen Konsistenz.

Wenn die Milch säuerlich riecht oder ungewöhnlich schmeckt, ist sie nicht mehr genießbar. Da keine Konservierungsmittel enthalten sind, lieber auf Nummer sicher gehen und bei Zweifeln eine frische Portion zubereiten.

Variationen und Geschmacksideen

Wofür eignet sich Walnussmilch besonders?

Dank ihres kräftigen, nussigen Aromas und der cremigen Textur ist Walnussmilch vielseitig einsetzbar:

Walnussmilch gilt im Vergleich zu Hafer-, Soja- oder Mandeldrinks noch als exotische Variante. Die Herstellung ist aufwendiger und Walnüsse sind teurer als andere Nüsse, weshalb nur wenige Hersteller sie im Sortiment führen. Selbermachen ist daher oft die einzige und zugleich die frischeste Option.
Grundsätzlich ja, allerdings verändert das Rösten den Geschmack deutlich in Richtung intensiv-herb. Außerdem werden durch die Hitze einige empfindliche Nährstoffe wie Omega-3-Fettsäuren teilweise zerstört. Für eine milde, nährstoffreiche Milch sind ungeröstete Walnüsse die bessere Wahl.
Walnüsse zählen zu den häufigen Allergenen. Wer eine Nussallergie hat, sollte Walnussmilch keinesfalls trinken. Für Menschen mit Laktoseintoleranz oder Kuhmilchallergie ist sie hingegen eine ausgezeichnete, milchfreie Alternative.

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