Pflanzlich

Erbsenmilch – Der proteinreiche Pflanzendrink aus gelben Erbsen

Erbsenmilch ist einer der neuesten Pflanzendrinks auf dem Markt – und gleichzeitig einer der proteinreichsten. Hergestellt aus gelben Spalterbsen, liefert Erbsenmilch rund 4 g Protein pro 100 ml und kommt damit dem Eiweißgehalt von Kuhmilch am nächsten. Gleichzeitig ist sie frei von Laktose, Gluten, Soja, Nüssen und Milcheiweiß. Das US-Unternehmen «Ripple» brachte den Drink 2016 auf den Markt, seit 2019 ist Erbsenmilch auch in Deutschland erhältlich.

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Nährwerte pro 100 ml (ca. Angaben)

Nährstoff Menge (ca.)
Kalorien 35 kcal
Protein 4,0 g
Fett 1,5 g
Kohlenhydrate 0,5 g
Calcium 60 mg

Alle Nährwertangaben sind Durchschnittswerte und können je nach Produkt, Hersteller und Herkunft abweichen.

Herstellung

Die Herstellung von Erbsenmilch beginnt mit gelben Spalterbsen, die zunächst zu einem feinen Mehl gemahlen werden. Aus diesem Erbsenmehl wird das Protein extrahiert und isoliert – ein Verfahren, das als Nassextraktion bezeichnet wird. Das gewonnene Erbsenproteinisolat wird anschließend mit Wasser vermischt und homogenisiert.

Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzendrinks, die einfach aus eingeweichten und pürierten Rohstoffen bestehen, durchläuft Erbsenmilch einen aufwendigeren Verarbeitungsprozess. Die Proteinisolierung entfernt einen Großteil der Stärke und Ballaststoffe der Erbse, was den niedrigen Kohlenhydratgehalt des fertigen Drinks erklärt. Gleichzeitig bleibt der hohe Proteingehalt erhalten.

Die meisten Hersteller fügen dem Drink Pflanzenöl (häufig Sonnenblumen- oder Algenöl) für eine cremigere Konsistenz hinzu sowie Calcium, Vitamin D und weitere Nährstoffe. Einige Produkte enthalten zudem Omega-3-Fettsäuren aus Algenöl, was den Drink zusätzlich aufwertet.

Das US-Unternehmen «Ripple» gilt als Pionier der Erbsenmilch und brachte seinen «Ripple Pea Milk» 2016 auf den amerikanischen Markt. Der Erfolg war so groß, dass inzwischen zahlreiche weitere Hersteller auf den Trend aufgesprungen sind. In Deutschland machte die Marke «Princess and the Pea» den Erbsendrink ab 2019 einem breiteren Publikum bekannt.

Nährwerte & Inhaltsstoffe

Erbsenmilch enthält pro 100 ml rund 35 Kilokalorien, etwa 4,0 g Eiweiß, 1,5 g Fett und nur 0,5 g Kohlenhydrate. Damit ist Erbsenmilch einer der proteinreichsten Pflanzendrinks überhaupt – vergleichbar mit Sojamilch und deutlich über dem Eiweißgehalt von Hafer-, Mandel- oder Reismilch. Der niedrige Kohlenhydratgehalt macht sie zudem interessant für kohlenhydratbewusste Ernährungsformen.

Ein weiterer Pluspunkt ist der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, die viele Hersteller durch Zugabe von Algenöl erreichen. Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für Herzgesundheit und Gehirnfunktion und kommen in den meisten pflanzlichen Milchalternativen sonst nicht vor.

Erbsenmilch wird häufig mit Calcium angereichert – typischerweise auf 60–120 mg pro 100 ml. Auch Vitamin D, Vitamin A und Eisen werden von vielen Herstellern zugesetzt. Damit kann Erbsenmilch bei entsprechender Anreicherung ein ähnliches Nährstoffprofil wie Kuhmilch erreichen.

Besonders hervorzuheben ist, was Erbsenmilch nicht enthält: Sie ist frei von Laktose, Gluten, Soja, Nüssen und Milcheiweiß. Damit ist sie für eine besonders breite Gruppe von Allergikern und Menschen mit Unverträglichkeiten geeignet – ein Alleinstellungsmerkmal, das kaum ein anderer Pflanzendrink bieten kann.

Geschmack & Verwendung

Der Geschmack von Erbsenmilch überrascht die meisten Menschen positiv: Der Drink schmeckt nicht nach Erbsen. Durch die Proteinisolierung und die Zugabe von Pflanzenöl und milden Aromen ergibt sich ein neutraler bis leicht cremiger Geschmack, der an verdünnte Kuhmilch erinnert. Gesüßte Varianten sind etwas voller im Geschmack, während ungesüßte Versionen sehr neutral ausfallen.

In der Küche ist Erbsenmilch vielseitig einsetzbar. Sie eignet sich gut für Müsli, Smoothies und Porridge, wobei sie durch ihren hohen Proteingehalt einen Sättigungsvorteil bietet. Zum Kochen und Backen kann sie Kuhmilch in den meisten Rezepten ersetzen, ohne den Geschmack merklich zu verändern.

Für Kaffeetrinker gibt es inzwischen auch Barista-Varianten der Erbsenmilch, die sich deutlich besser aufschäumen lassen als die Standardversion. Die cremige Konsistenz und der neutrale Geschmack machen Erbsenmilch zu einer der besten pflanzlichen Optionen für Milchkaffee und Cappuccino.

Vorteile & Nachteile

Häufige Fragen

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Nein, Erbsenmilch schmeckt nicht nach Erbsen. Bei der Herstellung wird das Protein aus den gelben Spalterbsen isoliert, wobei die typischen Erbsenaromen weitgehend entfernt werden. Der fertige Drink hat einen neutralen bis leicht cremigen Geschmack, der eher an verdünnte Kuhmilch erinnert als an Erbsensuppe.
Erbsenmilch ist frei von Laktose, Gluten, Soja, Nüssen und Milcheiweiß – und damit für eine besonders breite Gruppe von Allergikern geeignet. Das ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber Sojamilch (Soja-Allergie), Mandelmilch (Nuss-Allergie) oder Hafermilch (Gluten). Lediglich Menschen mit einer seltenen Hülsenfrucht-Allergie sollten vorsichtig sein, da Erbsen zu den Hülsenfrüchten zählen.
In Deutschland ist Erbsenmilch unter anderem von der Marke «Princess and the Pea» erhältlich, die seit 2019 auf dem deutschen Markt ist. Auch «Sproud» aus Schweden bietet Erbsenmilch in Deutschland an. Der US-Pionier «Ripple» ist in Deutschland bisher nur eingeschränkt über Online-Händler verfügbar. Die Auswahl wächst jedoch stetig.
Der hohe Proteingehalt erklärt sich durch das Herstellungsverfahren. Anders als bei Hafer- oder Reismilch, wo der gesamte Rohstoff mit Wasser gemischt wird, wird bei Erbsenmilch gezielt das Protein aus den Erbsen extrahiert und konzentriert. Gelbe Erbsen enthalten von Natur aus etwa 25 g Protein pro 100 g – durch die Isolierung gelangt ein Großteil davon in den fertigen Drink, während Stärke und Ballaststoffe entfernt werden.

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