Nährwerte pro 100 ml (ca. Angaben)
| Nährstoff | Menge (ca.) |
|---|---|
| Kalorien | 35 kcal |
| Protein | 4,0 g |
| Fett | 1,5 g |
| Kohlenhydrate | 0,5 g |
| Calcium | 60 mg |
Alle Nährwertangaben sind Durchschnittswerte und können je nach Produkt, Hersteller und Herkunft abweichen.
Herstellung
Die Herstellung von Erbsenmilch beginnt mit gelben Spalterbsen, die zunächst zu einem feinen Mehl gemahlen werden. Aus diesem Erbsenmehl wird das Protein extrahiert und isoliert – ein Verfahren, das als Nassextraktion bezeichnet wird. Das gewonnene Erbsenproteinisolat wird anschließend mit Wasser vermischt und homogenisiert.
Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzendrinks, die einfach aus eingeweichten und pürierten Rohstoffen bestehen, durchläuft Erbsenmilch einen aufwendigeren Verarbeitungsprozess. Die Proteinisolierung entfernt einen Großteil der Stärke und Ballaststoffe der Erbse, was den niedrigen Kohlenhydratgehalt des fertigen Drinks erklärt. Gleichzeitig bleibt der hohe Proteingehalt erhalten.
Die meisten Hersteller fügen dem Drink Pflanzenöl (häufig Sonnenblumen- oder Algenöl) für eine cremigere Konsistenz hinzu sowie Calcium, Vitamin D und weitere Nährstoffe. Einige Produkte enthalten zudem Omega-3-Fettsäuren aus Algenöl, was den Drink zusätzlich aufwertet.
Nährwerte & Inhaltsstoffe
Erbsenmilch enthält pro 100 ml rund 35 Kilokalorien, etwa 4,0 g Eiweiß, 1,5 g Fett und nur 0,5 g Kohlenhydrate. Damit ist Erbsenmilch einer der proteinreichsten Pflanzendrinks überhaupt – vergleichbar mit Sojamilch und deutlich über dem Eiweißgehalt von Hafer-, Mandel- oder Reismilch. Der niedrige Kohlenhydratgehalt macht sie zudem interessant für kohlenhydratbewusste Ernährungsformen.
Ein weiterer Pluspunkt ist der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, die viele Hersteller durch Zugabe von Algenöl erreichen. Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für Herzgesundheit und Gehirnfunktion und kommen in den meisten pflanzlichen Milchalternativen sonst nicht vor.
Erbsenmilch wird häufig mit Calcium angereichert – typischerweise auf 60–120 mg pro 100 ml. Auch Vitamin D, Vitamin A und Eisen werden von vielen Herstellern zugesetzt. Damit kann Erbsenmilch bei entsprechender Anreicherung ein ähnliches Nährstoffprofil wie Kuhmilch erreichen.
Besonders hervorzuheben ist, was Erbsenmilch nicht enthält: Sie ist frei von Laktose, Gluten, Soja, Nüssen und Milcheiweiß. Damit ist sie für eine besonders breite Gruppe von Allergikern und Menschen mit Unverträglichkeiten geeignet – ein Alleinstellungsmerkmal, das kaum ein anderer Pflanzendrink bieten kann.
Geschmack & Verwendung
Der Geschmack von Erbsenmilch überrascht die meisten Menschen positiv: Der Drink schmeckt nicht nach Erbsen. Durch die Proteinisolierung und die Zugabe von Pflanzenöl und milden Aromen ergibt sich ein neutraler bis leicht cremiger Geschmack, der an verdünnte Kuhmilch erinnert. Gesüßte Varianten sind etwas voller im Geschmack, während ungesüßte Versionen sehr neutral ausfallen.
In der Küche ist Erbsenmilch vielseitig einsetzbar. Sie eignet sich gut für Müsli, Smoothies und Porridge, wobei sie durch ihren hohen Proteingehalt einen Sättigungsvorteil bietet. Zum Kochen und Backen kann sie Kuhmilch in den meisten Rezepten ersetzen, ohne den Geschmack merklich zu verändern.
Für Kaffeetrinker gibt es inzwischen auch Barista-Varianten der Erbsenmilch, die sich deutlich besser aufschäumen lassen als die Standardversion. Die cremige Konsistenz und der neutrale Geschmack machen Erbsenmilch zu einer der besten pflanzlichen Optionen für Milchkaffee und Cappuccino.
Vorteile & Nachteile
- Hoher Proteingehalt von 4 g pro 100 ml – vergleichbar mit Kuhmilch
- Frei von allen gängigen Allergenen: kein Laktose, Gluten, Soja, Nüsse oder Milcheiweiß
- Sehr niedriger Kohlenhydratgehalt – geeignet für kohlenhydratarme Ernährung
- Enthält Omega-3-Fettsäuren (bei Produkten mit Algenöl)
- Neutraler Geschmack – schmeckt nicht nach Erbsen
- Gute Ökobilanz – Erbsen binden Stickstoff im Boden und benötigen wenig Wasser
- Vielseitig einsetzbar in Küche und Kaffee
- Nachteil: Im Vergleich zu Hafermilch deutlich teurer – je nach Marke 3–5 Euro pro Liter
- Nachteil: Im deutschen Handel noch nicht flächendeckend verfügbar
- Nachteil: Aufwendigerer Herstellungsprozess als bei einfachen Getreidemilch-Alternativen
- Nachteil: Selbstherstellung zu Hause ist schwierig, da Proteinisolierung spezielle Ausrüstung erfordert
- Nachteil: Einige Produkte enthalten Zusatzstoffe wie Emulgatoren und Aromen
Häufige Fragen
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