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Hanfmilch – Der Pflanzendrink mit allen essentiellen Aminosäuren

Hanfmilch – im Handel als Hanfdrink bezeichnet – wird aus geschälten Hanfsamen und Wasser hergestellt und überzeugt mit einem bemerkenswerten Nährstoffprofil. Als einer der wenigen pflanzlichen Drinks enthält sie alle neun essentiellen Aminosäuren sowie ein optimales Verhältnis von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Der Drink enthält kein THC und hat keinerlei berauschende Wirkung.

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Nährwerte pro 100 ml (ca. Angaben)

Nährstoff Menge (ca.)
Kalorien 39 kcal
Protein 0,9 g
Fett 2,8 g
Kohlenhydrate 1,5 g
Calcium 12 mg

Alle Nährwertangaben sind Durchschnittswerte und können je nach Produkt, Hersteller und Herkunft abweichen.

Herstellung

Hanfmilch wird aus den Samen der Nutzhanfpflanze (Cannabis sativa) gewonnen. Für die Herstellung werden geschälte Hanfsamen in Wasser eingeweicht, anschließend fein gemahlen und durch ein Tuch oder Sieb gefiltert. Der resultierende Drink hat eine leicht gräulich-beige Farbe und eine vergleichsweise dünne Konsistenz.

In der industriellen Produktion werden die Hanfsamen zunächst geröstet oder blanchiert, um den Geschmack abzurunden. Der Hanfsamenanteil liegt bei handelsüblichen Produkten typischerweise bei 2–5 %. Viele Hersteller fügen Stabilisatoren, Emulgatoren, Pflanzenöle sowie Calcium- und Vitaminanreicherungen hinzu, um ein milchähnliches Produkt zu erzielen.

Die Herstellung von Hanfmilch zu Hause ist unkompliziert: Etwa 50–80 g geschälte Hanfsamen werden mit 500 ml Wasser im Hochleistungsmixer püriert und anschließend gefiltert. Im Gegensatz zu Mandel- oder Cashewmilch müssen Hanfsamen nicht vorher eingeweicht werden, da sie von Natur aus weich sind.

Hanf ist eine ausgesprochen robuste Pflanze, die wenig Wasser benötigt, ohne Pestizide auskommt und sogar den Boden regeneriert. Das macht Hanfmilch zu einer der ökologisch nachhaltigsten Milchalternativen überhaupt.

Nährwerte & Inhaltsstoffe

Hanfmilch liefert mit 39 kcal pro 100 ml etwas mehr Energie als viele andere Pflanzendrinks, was vor allem am höheren Fettgehalt von 2,8 g pro 100 ml liegt. Dieser Fettanteil spiegelt die natürliche Zusammensetzung der Hanfsamen wider, die zu rund 30 % aus Fett bestehen.

Das Besondere an Hanfmilch ist die Fettqualität: Die enthaltenen Fette bestehen überwiegend aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren, darunter Omega-3-Fettsäuren (Alpha-Linolensäure) und Omega-6-Fettsäuren (Linolsäure). Das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 liegt bei etwa 3:1, was von Ernährungswissenschaftlern als ideal angesehen wird. Zusätzlich enthält Hanfmilch die seltene Gamma-Linolensäure (GLA), die entzündungshemmende Eigenschaften besitzt.

Eine weitere Besonderheit: Hanfmilch enthält alle neun essentiellen Aminosäuren – sie liefert also ein vollständiges Proteinprofil. Das ist unter pflanzlichen Milchalternativen selten und sonst nur bei Sojamilch der Fall. Allerdings liegt der Proteingehalt mit 0,9 g pro 100 ml deutlich unter dem von Sojamilch (ca. 3,3 g).

An Mineralstoffen enthält Hanfmilch nennenswerte Mengen an Eisen, Kalium, Magnesium und Phosphor. Der Vitamingehalt umfasst B-Vitamine (insbesondere B1 und B6) sowie Vitamin E als natürliches Antioxidans. Der natürliche Calciumgehalt ist mit nur 12 mg pro 100 ml allerdings gering – viele Hersteller reichern daher auf 120 mg pro 100 ml an.

Hanfmilch enthält garantiert kein THC (Tetrahydrocannabinol). Für die Herstellung werden ausschließlich Samen von Nutzhanfsorten verwendet, die von Natur aus weniger als 0,2 % THC enthalten. Da die Samen zudem kein THC speichern, ist der Drink vollkommen frei von psychoaktiven Substanzen und darf bedenkenlos konsumiert werden.

Geschmack & Verwendung

Hanfmilch hat einen markant nussigen, leicht erdigen Geschmack, der an grüne Kräuter und Sonnenblumenkerne erinnert. Dieser Eigengeschmack ist deutlich ausgeprägter als bei Mandel- oder Hafermilch und wird nicht von allen gleichermaßen geschätzt. Gesüßte Varianten mildern den erdigen Ton und sind für Einsteiger häufig die bessere Wahl.

Im Müsli und Porridge macht sich Hanfmilch mit ihrem nussigen Aroma gut. Für Smoothies eignet sie sich hervorragend, da der kräftige Eigengeschmack von Obst und Gemüse gut überdeckt wird. Beim Backen kann Hanfmilch Kuhmilch in den meisten Rezepten ersetzen und verleiht Gebäck eine dezent nussige Note.

Für Kaffee ist Hanfmilch nur bedingt geeignet, da sie in heißen Getränken zum Ausflocken neigen kann. Barista-Varianten mit zugesetzten Stabilisatoren lösen dieses Problem, sind aber bisher nur bei wenigen Herstellern erhältlich. Für cremige Saucen und Suppen ist Hanfmilch aufgrund ihres kräftigen Eigengeschmacks nicht die erste Wahl.

Vorteile & Nachteile

Häufige Fragen

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Nein, Hanfmilch enthält kein THC und hat keinerlei berauschende Wirkung. Für die Herstellung werden ausschließlich Samen von zugelassenen Nutzhanfsorten verwendet, die weniger als 0,2 % THC enthalten. Da die Samen selbst kein THC speichern, ist der fertige Drink frei von psychoaktiven Substanzen. Hanfmilch ist ein ganz normales Lebensmittel, das in der EU legal verkauft wird.
Die Verfügbarkeit von Hanfmilch ist in Deutschland noch begrenzt, da der Anbau von Nutzhanf strengen gesetzlichen Regulierungen unterliegt. Nur lizenzierte Landwirte dürfen zertifizierte Nutzhanfsorten anbauen, und die Ernte wird behördlich überwacht. Diese Auflagen machen die Produktion aufwändiger und teurer als bei anderen Pflanzendrinks. In Bioläden, Reformhäusern und im Online-Handel ist Hanfmilch jedoch gut erhältlich.
Hanfmilch ist von Natur aus frei von den häufigsten Allergenen: Sie enthält keine Laktose, kein Milcheiweiß, kein Soja, kein Gluten und keine Nüsse. Hanfsamen gehören botanisch nicht zu den Nüssen. Eine Allergie gegen Hanfsamen ist äußerst selten, kann aber in Einzelfällen vorkommen. Für die meisten Allergiker ist Hanfmilch eine der am besten verträglichen Pflanzendrinks.
Hanfmilch hebt sich durch zwei Besonderheiten ab: Sie enthält als einer der wenigen Pflanzendrinks alle neun essentiellen Aminosäuren und liefert ein optimales Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren. Im Vergleich zu Hafermilch hat sie weniger Kohlenhydrate, im Vergleich zu Mandelmilch mehr gesunde Fette. Beim Proteingehalt liegt sie allerdings deutlich hinter Sojamilch. Geschmacklich ist sie nussiger und erdiger als die meisten Alternativen.

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