Tierisch

Lamamilch – Wissenswertes über die Milch vom Lama

Lamamilch ist eine der am wenigsten bekannten Milchsorten überhaupt – und das aus gutem Grund: Sie lässt sich kommerziell nicht gewinnen. Lamas produzieren nur rund 2 Liter pro Tag, davon etwa 60 ml pro Stillvorgang. Dennoch ist Lamamilch ernährungsphysiologisch interessant, denn sie enthält deutlich mehr Calcium, Phosphor und Kalium als Kuhmilch.

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Nährwerte pro 100 ml (ca. Angaben)

Nährstoff Menge (ca.)
Kalorien 68 kcal
Protein 4,2 g
Fett 3,2 g
Kohlenhydrate 5,9 g
Calcium 170 mg

Alle Nährwertangaben sind Durchschnittswerte und können je nach Produkt, Hersteller und Herkunft abweichen.

Herkunft und Verbreitung

Lamas stammen ursprünglich aus den südamerikanischen Anden und wurden vor rund 5.000 Jahren von den Ureinwohnern Perus domestiziert. Sie dienten primär als Last- und Wolltiere – das Melken von Lamas hat in der traditionellen Kultur keine nennenswerte Rolle gespielt. Heute leben Lamas hauptsächlich in Peru, Bolivien, Chile und Argentinien, werden aber auch in Europa und Nordamerika als Hobby- und Therapietiere gehalten.

Im Gegensatz zu Kühen, Ziegen oder Schafen sind Lamas nie als Milchtiere gezüchtet worden. Ein Lama gibt etwa 2 Liter Milch pro Tag, wobei pro Stillvorgang nur rund 60 ml abgegeben werden. Diese geringe Menge dient ausschliesslich der Versorgung des Jungtiers – eine kommerzielle Milchgewinnung ist daher weder möglich noch sinnvoll.

Nährwerte und Inhaltsstoffe

Lamamilch besteht zu etwa 86 % aus Wasser und ähnelt in ihrer Grundzusammensetzung der Kuhmilch. Der Proteingehalt liegt bei 4,23 g pro 100 ml und damit leicht über dem von Kuhmilch. Der Fettgehalt ist mit 3,15 g pro 100 ml vergleichbar, während der Milchzuckeranteil mit 5,93 g etwas höher ausfällt.

Besonders hervorzuheben ist der Mineralstoffgehalt: Lamamilch enthält mit 1.701 ppm deutlich mehr Calcium als Kuhmilch. Auch die Werte für Phosphor und Kalium liegen spürbar über denen herkömmlicher Kuhmilch. Der Energiegehalt beträgt moderate 68 kcal pro 100 ml und entspricht damit in etwa dem Niveau von Kuhmilch.

Geschmack und Besonderheiten

Lamamilch schmeckt aufgrund des hohen Milchzuckergehalts von knapp 6 % ausgesprochen süss. Geschmacklich erinnert sie an eine leicht süssliche Kuhmilch, ist jedoch kaum jemandem aus eigener Erfahrung bekannt – schlicht weil sie kommerziell nicht erhältlich ist.

Eine wichtige Besonderheit: Der hohe Laktosegehalt macht Lamamilch für Menschen mit Laktoseintoleranz ungeeignet. Anders als etwa Rentiermilch, die sehr wenig Laktose enthält, liegt der Milchzuckergehalt von Lamamilch sogar etwas über dem von Kuhmilch.

Lamamilch ist weder im Handel erhältlich noch für den menschlichen Konsum gedacht. Die geringe Milchleistung von nur 60 ml pro Stillvorgang reicht gerade für die Aufzucht des Jungtiers. Wer sich für exotische Milchsorten interessiert, findet in Stuten- oder Ziegenmilch leichter zugängliche Alternativen.

Vorteile und Nachteile

Häufig gestellte Fragen

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Nein, Lamamilch ist kommerziell nicht erhältlich. Lamas produzieren nur etwa 60 ml pro Stillvorgang und insgesamt rund 2 Liter pro Tag. Diese geringe Menge dient ausschliesslich der Aufzucht des Jungtiers. Eine wirtschaftliche Milchgewinnung ist nicht möglich.
Nein, Lamamilch enthält mit 5,93 g Milchzucker pro 100 ml sogar etwas mehr Laktose als Kuhmilch. Sie ist daher für laktoseintolerante Menschen nicht geeignet.
Lamamilch ähnelt Kuhmilch in vielen Werten, enthält aber deutlich mehr Calcium, Phosphor und Kalium. Der Fettgehalt liegt mit 3,15 g pro 100 ml auf einem ähnlichen Niveau, während der Milchzuckergehalt mit 5,93 g etwas höher ist. Der grösste Unterschied liegt in der Verfügbarkeit – Lamamilch ist nicht kommerziell erhältlich.
Nein, Lamas wurden vor rund 5.000 Jahren in Peru als Last- und Wolltiere domestiziert. Sie sind nie als Milchtiere gezüchtet worden. Ihre Milchleistung ist mit etwa 2 Litern pro Tag viel zu gering für eine wirtschaftliche Nutzung.

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