Pflanzlich

Lupinenmilch – Die proteinreiche Milchalternative aus heimischen Süßlupinen

Lupinenmilch wird aus den Samen der Süßlupine gewonnen und zählt zu den proteinreichsten pflanzlichen Milchalternativen überhaupt. Mit rund 3 g Eiweiß pro 100 ml und einem vollständigen Aminosäureprofil ist sie eine der hochwertigsten veganen Proteinquellen. Lupinenmilch ist von Natur aus frei von Gluten, Laktose, Milcheiweiß und Sojaprotein – und überzeugt darüber hinaus mit hervorragenden Aufschäumeigenschaften für Kaffeegetränke.

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Nährwerte pro 100 ml (ca. Angaben)

Nährstoff Menge (ca.)
Kalorien 39 kcal
Protein 3,0 g
Fett 2,0 g
Kohlenhydrate 0,5 g
Calcium 60 mg

Alle Nährwertangaben sind Durchschnittswerte und können je nach Produkt, Hersteller und Herkunft abweichen.

Herstellung

Lupinenmilch wird aus den Samen der Süßlupine (Lupinus angustifolius oder Lupinus albus) hergestellt, einer Hülsenfrucht, die seit Jahrhunderten im Mittelmeerraum und seit einigen Jahrzehnten auch in Mitteleuropa angebaut wird. Für die Herstellung werden die Lupinensamen zunächst geschält, eingeweicht und anschließend fein vermahlen. Die entstandene Masse wird mit Wasser versetzt und gründlich gefiltert, um die festen Bestandteile von der Flüssigkeit zu trennen.

Ein entscheidender Schritt in der Verarbeitung ist die Entfernung der natürlich vorkommenden Bitterstoffe (Alkaloide), die in Wildlupinen in hoher Konzentration vorkommen. Moderne Süßlupinensorten wurden über Jahrzehnte so gezüchtet, dass ihr Alkaloidgehalt nur noch minimal ist. Dennoch durchläuft das Lupineneiweiß in der industriellen Herstellung spezielle Entbitterungsverfahren.

Anschließend wird die Lupinenmilch homogenisiert, je nach Produkt mit Calcium, Vitaminen oder Pflanzenölen angereichert und pasteurisiert oder ultrahocherhitzt. Einige Hersteller wie Made With Luve setzen auf ein besonders schonendes Verfahren, das den milden Geschmack der Süßlupine bewahrt und gleichzeitig eine cremige, milchähnliche Konsistenz erzielt.

Ein großer ökologischer Vorteil: Süßlupinen gedeihen hervorragend in Mitteleuropa, insbesondere in sandigen Böden Norddeutschlands. Als Leguminosen binden sie zudem Stickstoff im Boden und verbessern so die Bodenqualität – ein Pluspunkt gegenüber importierten Rohstoffen wie Soja, Mandeln oder Kokos.

Nährwerte & Inhaltsstoffe

Lupinenmilch enthält pro 100 ml etwa 39 kcal, 3,0 g Protein, 2,0 g Fett und nur 0,5 g Kohlenhydrate. Damit gehört sie zu den protein- und nährstoffreichsten pflanzlichen Milchalternativen und ist gleichzeitig bemerkenswert kohlenhydratarm – ein Vorteil für Menschen, die auf ihre Kohlenhydratzufuhr achten.

Die Proteinqualität der Süßlupine ist außergewöhnlich hoch. Die Samen enthalten über 40 % Protein, das alle essenziellen Aminosäuren in einem günstigen Verhältnis liefert. In der veganen Ernährungswissenschaft gelten Lupinen als eine der hochwertigsten pflanzlichen Eiweißquellen – vergleichbar mit Soja, aber ohne die damit verbundene Isoflavon-Diskussion.

Lupinensamen sind zudem reich an Ballaststoffen, Eisen, Magnesium und B-Vitaminen. Ein besonderer Vorteil: Lupinen haben einen sehr niedrigen Puringehalt, was sie für Menschen mit Gicht oder erhöhten Harnsäurewerten besonders geeignet macht. Purine werden im Körper zu Harnsäure abgebaut, und ein geringer Puringehalt in der Nahrung kann Gichtanfällen vorbeugen.

Der Calciumgehalt von Lupinenmilch liegt mit etwa 60 mg pro 100 ml höher als bei vielen anderen unangereicherten Pflanzendrinks, erreicht jedoch nicht das Niveau von Kuhmilch (ca. 120 mg). Viele Hersteller reichern daher mit zusätzlichem Calcium an.

Lupinenmilch ist besonders für Menschen mit Gicht interessant: Dank des niedrigen Puringehalts der Süßlupine belastet sie den Harnsäurestoffwechsel kaum – im Gegensatz zu vielen tierischen Eiweißquellen und einigen anderen Hülsenfrüchten.

Geschmack & Verwendung in der Küche

Lupinenmilch hat einen mild-nussigen, leicht süßlichen Geschmack, der von den meisten Menschen als angenehm und wenig aufdringlich empfunden wird. Im Vergleich zu Sojamilch fehlt der typisch bohnige Beigeschmack, was Lupinenmilch für viele Einsteiger zugänglicher macht.

Besonders bemerkenswert sind die Aufschäumeigenschaften der Lupinenmilch: Dank des hohen Proteingehalts lässt sie sich zu einem stabilen, feinporigen Milchschaum aufschäumen, der in Konsistenz und Mundgefühl nahezu nicht von echtem Milchschaum zu unterscheiden ist. Die Marke Made With Luve hat sich mit ihrem Lupinendrink besonders in der Barista-Szene einen Namen gemacht – viele Kaffeeliebhaber berichten, dass der Unterschied zu Kuhmilch im Cappuccino kaum wahrnehmbar ist.

In der Küche eignet sich Lupinenmilch zum Kochen, Backen und für Smoothies. Der niedrige Kohlenhydratgehalt macht sie auch für Low-Carb-Ernährung interessant. Beim Erhitzen bleibt sie stabil und flockt nicht aus, was sie von empfindlicheren Pflanzendrinks wie manchen Nussmilchvarianten unterscheidet.

Vorteile & Nachteile

Häufige Fragen

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Lupinen gehören zu den 14 kennzeichnungspflichtigen Allergenen in der EU. Menschen mit einer Erdnussallergie sollten besonders vorsichtig sein, da Kreuzreaktionen zwischen Erdnüssen und Lupinen relativ häufig vorkommen – beide gehören zur Familie der Hülsenfrüchte. Bei bekannter Hülsenfruchtallergie sollte vor dem Konsum von Lupinenmilch eine allergologische Abklärung erfolgen.
Lupinensamen haben einen besonders niedrigen Puringehalt. Purine werden im Körper zu Harnsäure abgebaut, und ein Überschuss an Harnsäure kann Gichtanfälle auslösen. Im Vergleich zu vielen tierischen Eiweißquellen und auch einigen anderen Hülsenfrüchten belasten Lupinen den Harnsäurestoffwechsel deutlich weniger. Lupinenmilch ist daher eine ideale Proteinquelle für Gichtpatienten.
Beide Pflanzendrinks haben einen ähnlich hohen Proteingehalt (Lupine ca. 3,0 g, Soja ca. 3,5 g pro 100 ml). Lupinenmilch enthält jedoch deutlich weniger Kohlenhydrate, ist frei von Sojaprotein und Isoflavonen und hat einen milderen Geschmack ohne bohnige Note. Zudem können Süßlupinen regional in Mitteleuropa angebaut werden, während Soja häufig importiert wird. Lupinenmilch lässt sich außerdem hervorragend aufschäumen.
Lupinenmilch kommt dem Nährstoffprofil von Kuhmilch relativ nahe, insbesondere beim Proteingehalt. Für einen vollwertigen Ersatz sollte jedoch auf eine mit Calcium und Vitamin B12 angereicherte Variante geachtet werden, da diese Nährstoffe in unangereichterter Lupinenmilch nicht ausreichend vorhanden sind. Geschmacklich und funktional – besonders beim Aufschäumen und Kochen – ist Lupinenmilch ein sehr guter Kuhmilchersatz.

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