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Reismilch – Der milde, allergikerfreundliche Pflanzendrink

Reismilch – im Handel als Reisdrink geführt – ist eine der mildesten und allergikerfreundlichsten pflanzlichen Milchalternativen. Da sie weder Laktose noch Gluten, Nüsse oder Soja enthält, eignet sie sich für Menschen mit den häufigsten Lebensmittelunverträglichkeiten. Ihr fein-süßlicher Geschmack entsteht auf natürliche Weise durch die Fermentation der Reisstärke zu Zucker.

Reismilch – Der milde, allergikerfreundliche Pflanzendrink

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Nährwerte pro 100 ml (ca. Angaben)

Nährstoff Menge (ca.)
Kalorien 49 kcal
Protein 0,3 g
Fett 1,0 g
Kohlenhydrate 9,6 g
Calcium 2 mg

Alle Nährwertangaben sind Durchschnittswerte und können je nach Produkt, Hersteller und Herkunft abweichen.

Herstellung

Die Herstellung von Reismilch basiert auf einem mehrstufigen Verfahren, bei dem Vollkornreis zu einem milchähnlichen Getränk verarbeitet wird. Zunächst wird der Reis fein gemahlen. Das Reismehl wird anschließend in Wasser gekocht, bis eine breiige Masse entsteht. Im nächsten Schritt folgt die enzymatische Fermentation – der entscheidende Prozessschritt: Enzyme (meist Amylasen) spalten die langkettige Reisstärke in kürzere Zuckermoleküle auf. Dieser Vorgang verleiht der Reismilch ihre charakteristische natürliche Süße, ohne dass Zucker zugesetzt werden muss.

Nach der Fermentation wird die Masse gefiltert, um die festen Bestandteile zu entfernen. Übrig bleibt eine dünne, leicht trübe Flüssigkeit. In der industriellen Produktion werden anschließend häufig Pflanzenöl (für einen vollmundigeren Körper), Stabilisatoren, Salz und optional Calcium sowie Vitamine zugesetzt. Der fertige Reisdrink wird homogenisiert und ultrahocherhitzt abgefüllt.

Auch die Selbstherstellung ist möglich: Gekochten Reis mit Wasser im Mixer pürieren und durch ein feines Tuch filtern. Allerdings fehlt bei der Heimproduktion die enzymatische Fermentation, sodass der Drink weniger süß schmeckt und eine etwas körnigere Konsistenz aufweist.

Nährwerte & Inhaltsstoffe

Reismilch enthält pro 100 ml rund 49 Kilokalorien, 0,3 g Protein, 1,0 g Fett und 9,6 g Kohlenhydrate. Damit ist sie kalorienreicher als die meisten anderen Pflanzendrinks und hat den mit Abstand höchsten Kohlenhydratanteil – fast viermal so viel wie Hafer- oder Mandelmilch. Der Großteil dieser Kohlenhydrate besteht aus Zucker, der durch die enzymatische Stärkespaltung entsteht.

Der Proteingehalt von Reismilch ist mit nur 0,3 g pro 100 ml der niedrigste aller gängigen Milchalternativen. Zum Vergleich: Kuhmilch liefert 3,3 g, Sojamilch 3,5 g Protein pro 100 ml. Auch der Calciumgehalt ist mit nur 2 mg pro 100 ml praktisch vernachlässigbar – wer Reismilch als Kuhmilch-Ersatz verwendet, muss zwingend auf calciumangereicherte Produkte zurückgreifen oder Calcium aus anderen Quellen beziehen.

Reismilch liefert in geringen Mengen die Vitamine B1, B2 und B6 sowie die Mineralstoffe Magnesium und Kalium. An sekundären Pflanzenstoffen sind Phytinsäure und Phenolverbindungen enthalten, deren gesundheitliche Bedeutung im Kontext der geringen Konzentration jedoch begrenzt ist.

Hinweis: Reis kann natürlicherweise geringe Mengen an anorganischem Arsen enthalten, das die Pflanze aus dem Boden aufnimmt. Dieser Umstand ist einer der Gründe, warum Reismilch für Säuglinge und Kleinkinder als Milchersatz ausdrücklich nicht empfohlen wird.

Reismilch ist die allergikerfreundlichste aller Milchalternativen: kein Laktose, kein Gluten, keine Nüsse, kein Soja. Für Menschen mit mehreren Lebensmittelunverträglichkeiten ist sie oft die einzige verträgliche Option. Achtung: Für Säuglinge und Kleinkinder ist Reismilch dennoch nicht geeignet – aufgrund des geringen Nährstoffgehalts und möglicher Arsenspuren.

Geschmack & Verwendung

Reismilch schmeckt fein-süßlich und sehr mild – deutlich zurückhaltender als Hafer- oder Nussdrinks. Die natürliche Süße entsteht durch die Fermentation und macht zusätzlichen Zucker in vielen Anwendungen überflüssig. Die Konsistenz ist eher dünnflüssig und wässrig, vergleichbar mit fettarmer Kuhmilch.

In der Küche eignet sich Reismilch besonders gut für Müsli, Porridge und Milchreis – bei Letzterem entsteht ein angenehm süßliches Ergebnis ohne zusätzlichen Zucker. Auch für Smoothies, Pfannkuchen und leichte Desserts ist sie eine gute Wahl. Der neutrale Geschmack macht sie zudem zu einer brauchbaren Alternative in herzhaften Rezepten wie Béchamelsauce oder Kartoffelpüree.

Für Kaffee ist Reismilch aufgrund ihrer dünnen Konsistenz weniger ideal – sie schäumt kaum und verleiht dem Kaffee keinen cremigen Körper. Auch zum Kochen von cremigen Saucen oder Suppen ist sie wegen ihres geringen Fettgehalts nicht die beste Wahl. Hier liefern Hafer- oder Cashewdrinks bessere Ergebnisse.

Preislich liegt Reismilch bei etwa 2 Euro pro Liter und ist damit im mittleren Preissegment der Pflanzendrinks angesiedelt – teurer als Hafermilch, aber günstiger als Mandel- oder Cashewdrinks.

Vorteile & Nachteile

Häufige Fragen

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Ja, Reis ist von Natur aus glutenfrei, und reine Reismilch enthält kein Gluten. Anders als bei Hafermilch, wo Kreuzkontaminationen mit glutenhaltigem Getreide häufig vorkommen, ist dieses Problem bei Reismilch deutlich seltener. Dennoch empfiehlt es sich bei Zöliakie, auf eine explizite glutenfreie Kennzeichnung auf der Verpackung zu achten, da in der industriellen Verarbeitung theoretisch Kreuzkontaminationen auftreten können.
Dafür gibt es zwei Gründe. Erstens: Der Nährstoffgehalt von Reismilch ist viel zu gering, um den Bedarf von Säuglingen und Kleinkindern zu decken – insbesondere fehlt es an Protein, Fett und Calcium. Zweitens: Reis kann natürlicherweise geringe Mengen anorganisches Arsen enthalten, das die Pflanze über das Grundwasser aus dem Boden aufnimmt. Da Kleinkinder im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht mehr Nahrung aufnehmen, ist das Risiko einer übermäßigen Arsenexposition bei regelmäßigem Konsum erhöht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät daher ausdrücklich davon ab, Reismilch als Milchersatz für Kinder unter 5 Jahren zu verwenden.
Ja, Reismilch hat mit rund 9,6 g Kohlenhydraten pro 100 ml den höchsten Kohlenhydratanteil aller gängigen Pflanzendrinks. Der Großteil davon ist Zucker, der durch die enzymatische Spaltung der Reisstärke bei der Herstellung entsteht – es handelt sich also um produktionstechnisch bedingten Zucker, nicht um zugesetzten Industriezucker. Für Menschen mit Diabetes oder Insulinresistenz ist Reismilch aufgrund des hohen glykämischen Index dennoch weniger geeignet. Zum Vergleich: Mandelmilch enthält nur 3,0 g, Sojamilch 2,5 g Kohlenhydrate pro 100 ml.
Ja, Reismilch eignet sich sehr gut für Milchreis. Durch ihre natürliche Süße benötigt man weniger oder gar keinen zusätzlichen Zucker. Allerdings ist die Konsistenz etwas dünner als bei Kuhmilch-Milchreis, da Reismilch weniger Fett und Protein enthält. Ein Tipp: Etwas länger einkochen lassen, damit der Milchreis die gewünschte cremige Konsistenz erreicht. Auch eine Prise Salz und etwas Vanille runden den Geschmack ab.

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