Nährwerte pro 100 ml (ca. Angaben)
| Nährstoff | Menge (ca.) |
|---|---|
| Kalorien | 44 kcal |
| Protein | 0,5 g |
| Fett | 0,7 g |
| Kohlenhydrate | 9,0 g |
| Calcium | 6 mg |
Alle Nährwertangaben sind Durchschnittswerte und können je nach Produkt, Hersteller und Herkunft abweichen.
Herstellung
Die Herstellung von Roggenmilch erfolgt nach einem ähnlichen Prinzip wie bei Hafermilch. Roggenkörner oder Roggenflocken werden zunächst in Wasser eingeweicht – idealerweise über Nacht, damit die Körner aufquellen und ihre Nährstoffe besser freigeben. Anschließend wird die Mischung in einem Hochleistungsmixer fein püriert und durch ein Tuch oder einen Nussmilchbeutel gefiltert.
Im Gegensatz zur Hafermilch-Produktion wird bei Roggenmilch häufig auf den Einsatz von Enzymen verzichtet. Das bedeutet, dass weniger Stärke in Zucker aufgespalten wird – ein Grund für den deutlich weniger süßen, eher herzhaften Geschmack im Vergleich zu Hafermilch.
Da Roggenmilch industriell kaum hergestellt wird, ist die Eigenproduktion in der Regel die einzige Möglichkeit, an diesen Drink zu kommen. Ein Basisrezept: 80–100 g Roggenflocken mit 1 Liter Wasser mixen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Optional kann eine Prise Salz oder etwas Süßungsmittel den Geschmack abrunden.
Nährwerte & Inhaltsstoffe
Roggenmilch enthält pro 100 ml rund 44 Kilokalorien, 0,5 g Protein, 0,7 g Fett und 9,0 g Kohlenhydrate. Der vergleichsweise hohe Kohlenhydratanteil stammt aus der Roggenstärke, die bei der Herstellung teilweise ins Wasser übergeht.
Roggenmilch ist vollständig laktosefrei und enthält kein Cholesterin – zwei Eigenschaften, die sie für Menschen mit Laktoseintoleranz und cholesterinbewusster Ernährung attraktiv machen. Allerdings enthält Roggen erhebliche Mengen Gluten (Secalin), weshalb Roggenmilch für Menschen mit Zöliakie oder Glutensensitivität absolut ungeeignet ist.
An Mikronährstoffen bringt Roggen von Natur aus B-Vitamine (insbesondere B1, B2 und B6), Eisen, Magnesium, Phosphor und Zink mit. Wie viel davon im fertigen Drink ankommt, hängt von der Zubereitungsart und dem Roggenanteil ab. Roggen enthält außerdem Ballaststoffe – insbesondere Pentosane –, die eine positive Wirkung auf die Darmgesundheit haben können.
Interessant ist auch der Gehalt an Phenolsäuren und Lignanen – sekundäre Pflanzenstoffe, denen antioxidative Eigenschaften zugeschrieben werden. Roggen gilt als eines der ballaststoffreichsten Getreide überhaupt.
Geschmack & Verwendung
Roggenmilch schmeckt deutlich herzhafter und herber als die meisten anderen Pflanzendrinks. Wer den kräftigen Geschmack von Roggenbrot schätzt, wird auch an Roggenmilch Gefallen finden. Es fehlt die typische Süße, die Hafermilch durch die enzymatische Stärkeaufspaltung erhält. Stattdessen hat Roggenmilch eine leicht bittere Getreidenote, die manche als charaktervoll, andere als gewöhnungsbedürftig empfinden.
In der Küche eignet sich Roggenmilch besonders gut für herzhafte Gerichte. Sie harmoniert mit Suppen, Eintöpfen, Saucen und Kartoffelgerichten, wo ihr kräftiger Geschmack als geschmackliche Bereicherung wirken kann. Auch in Brotteigen und Pfannkuchen lässt sie sich gut verarbeiten.
Für süße Anwendungen – Müsli, Kaffee oder Desserts – ist Roggenmilch weniger geeignet, es sei denn, man gibt etwas Süßungsmittel hinzu. Im Kaffee dominiert die herbe Note, was nicht jedem zusagt. Wer experimentierfreudig ist, kann Roggenmilch mit Hafermilch mischen, um einen ausgewogeneren Geschmack zu erzielen.
Vorteile & Nachteile
- Vollständig laktosefrei und cholesterinfrei
- Enthält wertvolle B-Vitamine, Eisen, Magnesium und Zink
- Reich an Ballaststoffen (Pentosane) – gut für die Darmgesundheit
- Enthält Phenolsäuren und Lignane mit antioxidativer Wirkung
- Herzhafter Geschmack – eine willkommene Abwechslung zu süßlichen Pflanzendrinks
- Roggen ist ein heimisches Getreide mit guter Ökobilanz
- Nussfrei und sojafrei – geeignet bei Nuss- und Sojaallergien
- Nachteil: Enthält erhebliche Mengen Gluten – absolut ungeeignet bei Zöliakie oder Glutensensitivität
- Nachteil: Im Handel praktisch nicht erhältlich – Selbstherstellung ist fast immer nötig
- Nachteil: Sehr niedriger Calciumgehalt (nur 6 mg pro 100 ml)
- Nachteil: Geringer Proteingehalt (0,5 g pro 100 ml)
- Nachteil: Herber, leicht bitterer Geschmack ist nicht jedermanns Sache
Häufige Fragen
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