Pflanzlich

Sesammilch – Der calciumreiche Pflanzendrink aus dem ältesten Ölsaaten der Welt

Sesammilch ist ein Pflanzendrink, der aus den winzigen, aber nährstoffreichen Samen der Sesampflanze gewonnen wird. Sesam zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt – sein Anbau reicht rund 3.000 Jahre zurück. Was Sesammilch besonders auszeichnet, ist ihr außergewöhnlich hoher Calciumgehalt: Er kann bis zu sechsmal höher liegen als der von Kuhmilch. Zusammen mit wertvollen Aminosäuren, Phytosterolen und entzündungshemmenden Eigenschaften macht das die Sesammilch zu einem echten Geheimtipp unter den Pflanzendrinks.

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Nährwerte pro 100 ml (ca. Angaben)

Nährstoff Menge (ca.)
Kalorien 35 kcal
Protein 1,0 g
Fett 2,2 g
Kohlenhydrate 2,8 g
Calcium 70 mg

Alle Nährwertangaben sind Durchschnittswerte und können je nach Produkt, Hersteller und Herkunft abweichen.

Herstellung

Die Herstellung von Sesammilch beginnt mit dem Einweichen der Sesamsamen. Idealerweise werden die Samen für mehrere Stunden – am besten über Nacht – in warmem, leicht gesalzenem Wasser eingeweicht. Das Einweichen macht die Samen weicher, reduziert Phytinsäure und sorgt dafür, dass sich die Nährstoffe besser lösen.

Nach dem Einweichen werden die Samen abgespült und zusammen mit frischem Wasser in einem Hochleistungsmixer fein püriert. Ein typisches Verhältnis ist etwa 100 g Sesamsamen auf 500–750 ml Wasser. Die entstandene Masse wird anschließend durch ein Nussmilchtuch oder ein feines Sieb gefiltert, um die festen Bestandteile zu entfernen. Nach Belieben kann der Drink mit einer Prise Salz, etwas Ahornsirup oder Vanille verfeinert werden.

In der industriellen Produktion durchläuft die Sesammilch zusätzliche Schritte wie Homogenisierung und Pasteurisierung. Einige Hersteller fügen Emulgatoren und Stabilisatoren hinzu, um eine gleichmäßige Konsistenz zu gewährleisten und das Absetzen der Feststoffe zu verhindern.

Sesam gehört zu den ältesten Ölsaaten der Welt. Der Anbau lässt sich bis etwa 3.000 Jahre zurückverfolgen, wobei die Ursprünge in Indien und Afrika vermutet werden. In vielen Kulturen gilt Sesam als Symbol für Unsterblichkeit und Reichtum – nicht zuletzt wegen seines beeindruckenden Nährstoffprofils.

Nährwerte & Inhaltsstoffe

Sesammilch enthält pro 100 ml rund 35 Kilokalorien, etwa 1,0 g Eiweiß, 2,2 g Fett und 2,8 g Kohlenhydrate. Der Kaloriengehalt ist damit niedriger als der von Kuhmilch, während der Fettgehalt etwas höher liegt als bei vielen anderen Pflanzendrinks – was dem natürlichen Ölgehalt der Sesamsamen geschuldet ist.

Das herausragendste Merkmal der Sesammilch ist ihr Calciumgehalt. Sesamsamen gehören zu den calciumreichsten pflanzlichen Lebensmitteln überhaupt. Im fertigen Drink liegt der Calciumwert bei etwa 70 mg pro 100 ml – und kann je nach Herstellungsverfahren und Konzentration auch deutlich höher ausfallen. Zum Vergleich: Kuhmilch enthält rund 120 mg Calcium pro 100 ml.

Darüber hinaus ist Sesammilch reich an Magnesium, Zink, Kupfer und Mangan – Mineralstoffe, die für Knochengesundheit, Immunsystem und Stoffwechsel wichtig sind. Die Vitamine B1, B2 und E ergänzen das Nährstoffprofil. Besonders wertvoll sind die enthaltenen Phytosterole, pflanzliche Verbindungen, die den Cholesterinspiegel im Blut senken können, indem sie die Aufnahme von Cholesterin im Darm hemmen.

Sesamsamen liefern zudem essentielle Aminosäuren und haben entzündungshemmende Eigenschaften, die auf die enthaltenen Lignane Sesamin und Sesamolin zurückzuführen sind.

Geschmack & Verwendung

Sesammilch hat einen ausgeprägten, leicht nussig-herben Geschmack, der an Tahini (Sesammus) erinnert. Das Aroma ist intensiver als bei vielen anderen Pflanzendrinks und kann je nach Röstgrad der verwendeten Samen variieren: Ungeschälter Sesam ergibt einen kräftigeren, leicht bitteren Drink, während geschälter oder leicht gerösteter Sesam ein milderes, süßlicheres Ergebnis liefert.

In der Küche ist Sesammilch vielseitig einsetzbar. Sie passt hervorragend in Smoothies, Müsli und Porridge, wo ihr nussiges Aroma gut zur Geltung kommt. In herzhaften Gerichten – etwa in asiatischen Suppen, Currys oder Salatdressings – ergänzt sie die Aromen auf natürliche Weise. Auch in Backrezepten kann Sesammilch verwendet werden, wobei sie dem Ergebnis eine charakteristische Sesamnote verleiht.

Für den Kaffee ist Sesammilch eine ungewöhnliche, aber interessante Wahl. Der kräftige Eigengeschmack passt nicht zu jedem Kaffee, kann aber in Kombination mit dunkleren Röstungen spannende Geschmackserlebnisse bieten. Zum Aufschäumen ist sie weniger geeignet.

Vorteile & Nachteile

Häufige Fragen

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Sesamsamen selbst enthalten tatsächlich ein Vielfaches des Calciums von Kuhmilch – rund 780 mg pro 100 g bei ungeschältem Sesam. Im fertigen Drink hängt der Calciumgehalt vom Mischungsverhältnis ab. Bei einem konzentrierteren Ansatz kann Sesammilch durchaus mehr Calcium pro 100 ml liefern als Kuhmilch (120 mg). Im Standardmischverhältnis liegt der Wert bei etwa 70 mg pro 100 ml – immer noch mehr als bei den meisten unangereicherten Pflanzendrinks.
Sesam und Sesammilch gelten in vielen Kulturen als förderlich während der Schwangerschaft und Stillzeit. Die enthaltenen Nährstoffe – insbesondere Calcium, Eisen und Zink – sind in dieser Phase besonders wichtig. In der traditionellen Medizin wird Sesam zudem eine milchbildende Wirkung zugeschrieben. Allerdings sollten Schwangere bei einer bekannten Sesam-Allergie vorsichtig sein und im Zweifelsfall ärztlichen Rat einholen.
Fertige Sesammilch ist im deutschen Einzelhandel bisher kaum erhältlich. Vereinzelt führen Bioläden, asiatische Supermärkte oder Online-Shops entsprechende Produkte. Die einfachste Lösung ist die Selbstherstellung: Sesamsamen gibt es in jedem Supermarkt oder Bioladen für etwa 3 Euro pro 500 g. Damit lassen sich mehrere Liter Sesammilch herstellen.
Für eine milde, leicht süßliche Sesammilch empfiehlt sich geschälter, heller Sesam. Ungeschälter Sesam enthält zwar mehr Calcium und Ballaststoffe, ergibt aber einen herberen, leicht bitteren Drink. Schwarzer Sesam liefert ein besonders intensives Aroma und eine auffällige gräuliche Farbe. Für den Einstieg ist geschälter, weißer Bio-Sesam die beste Wahl.

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