Tierisch

Stutenmilch – Die Milch der Pferdestuten

Stutenmilch ist unter den Milchsorten einzigartig, denn ihre Zusammensetzung ähnelt der menschlichen Muttermilch stärker als jede andere tierische Milch. Bereits Kleopatra soll die Milch von Pferdestuten geschätzt haben. Heute wird Stutenmilch vor allem wegen ihrer hohen Bioverfügbarkeit und ihrer positiven Wirkung bei Hauterkrankungen, Immunschwäche und Magen-Darm-Beschwerden geschätzt.

Stutenmilch – Die Milch der Pferdestuten

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Nährwerte pro 100 ml (ca. Angaben)

Nährstoff Menge (ca.)
Kalorien 48 kcal
Protein 2,1 g
Fett 1,6 g
Kohlenhydrate 6,2 g
Calcium 89 mg

Alle Nährwertangaben sind Durchschnittswerte und können je nach Produkt, Hersteller und Herkunft abweichen.

Herkunft und Geschichte

Die Nutzung von Stutenmilch hat eine lange Tradition, die bis in die Antike zurückreicht. Schon Kleopatra soll die Milch von Pferdestuten als Schönheitsmittel verwendet haben. In den Steppen Zentralasiens stellten Nomadenvölker aus Stutenmilch das fermentierte Getränk Kumys her – ein leicht alkoholisches Milchprodukt, das bis heute in der Mongolei und Kasachstan verbreitet ist.

In Deutschland gibt es heute rund 40 Gestüte, die Stutenmilch produzieren. Dabei kommen verschiedene Pferderassen zum Einsatz, darunter Haflinger, Warmblüter und Kaltblüter. Die Stuten werden in der Regel viermal täglich gemolken und geben dabei 4 bis 8 Liter Milch pro Tier und Tag – eine vergleichsweise geringe Menge, die den hohen Preis erklärt.

Nährwerte und Inhaltsstoffe

Stutenmilch besteht zu etwa 90 % aus Wasser. Die verbleibenden 10 % haben es allerdings in sich: Sie enthalten Omega-3-Fettsäuren, Linol- und Linolensäure, Proteine, Immunglobulin A, Calcium, Phosphor, Magnesium, Kupfer und Eisen sowie die Vitamine A, E, C, B1, B2, B6 und B12. Ergänzt wird dieses Profil durch Lecithin und Cholin.

Mit nur 1,6 g Fett und 48 kcal pro 100 ml ist Stutenmilch ausgesprochen fettarm und kalorienarm. Der Vitamin-C-Gehalt liegt deutlich höher als bei Kuhmilch. Besonders hervorzuheben ist die hohe Bioverfügbarkeit der Inhaltsstoffe – der Körper kann die Nährstoffe also besonders gut aufnehmen und verwerten. Die Ähnlichkeit zur menschlichen Muttermilch macht Stutenmilch in ihrer Zusammensetzung einzigartig unter den tierischen Milchsorten.

Stutenmilch wird in Deutschland hauptsächlich als Vorzugsmilch angeboten und nach dem Melken rasch tiefgefroren, um das empfindliche Nährstoffprofil zu erhalten. Achten Sie beim Kauf auf zertifizierte Gestüte mit artgerechter Pferdehaltung.

Geschmack und Verwendung

Stutenmilch schmeckt deutlich milder und leichter als Kuhmilch. Ihr Geschmack wird oft als leicht süßlich und angenehm frisch beschrieben – was am höheren Kohlenhydrat- und niedrigeren Fettgehalt liegt. Die Konsistenz ist dünnflüssiger als bei Kuhmilch.

In der Praxis wird Stutenmilch vor allem pur getrunken oder als Kur über mehrere Wochen eingenommen. Das bekannteste Produkt aus Stutenmilch ist Kumys – ein fermentiertes Getränk mit leichtem Alkoholgehalt, das in Zentralasien seit Jahrhunderten verbreitet ist. Darüber hinaus findet Stutenmilch zunehmend Verwendung in der Hautpflege, etwa in Cremes und Lotionen bei empfindlicher oder gereizter Haut.

Produkte aus Stutenmilch

Das Hauptprodukt der deutschen Gestüte ist Vorzugsmilch – frische Stutenmilch, die unmittelbar nach dem Melken tiefgefroren wird, um die wertvollen Inhaltsstoffe zu bewahren. Sie wird meist in Portionsbeuteln angeboten und über den Versandhandel oder direkt ab Hof vertrieben.

Daneben gibt es Stutenmilchpulver in Kapselform als Nahrungsergänzungsmittel sowie eine wachsende Palette an Kosmetikprodukten. Cremes, Seifen und Lotionen mit Stutenmilch werden besonders bei Neurodermitis, Schuppenflechte und Akne geschätzt. In der traditionellen Anwendung wird Stutenmilch außerdem bei Stoffwechselstörungen, Immunschwäche, Magen-Darm-Erkrankungen und Gelenkbeschwerden eingesetzt.

Vorteile und Nachteile

Häufig gestellte Fragen

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Stutenmilch hat ein ähnliches Verhältnis von Molkenproteinen zu Caseinen wie menschliche Muttermilch. Auch der niedrige Fettgehalt, der höhere Kohlenhydratanteil und das Vorhandensein von Immunglobulin A tragen zur Ähnlichkeit bei.
Viele Betroffene berichten über positive Erfahrungen mit Stutenmilch bei Neurodermitis und anderen Hauterkrankungen wie Schuppenflechte oder Akne. Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass die enthaltenen Immunglobuline und Fettsäuren entzündungshemmend wirken können. Eine Garantie für eine Besserung gibt es jedoch nicht.
Kumys ist ein traditionelles fermentiertes Getränk aus Stutenmilch, das in den Steppen Zentralasiens seit Jahrhunderten hergestellt wird. Durch die Vergärung entsteht ein leicht alkoholisches, säuerlich-prickelndes Milchgetränk, das in der Mongolei und Kasachstan bis heute verbreitet ist.
Eine Stute gibt zwischen 4 und 8 Litern Milch pro Tag und wird dafür in der Regel viermal täglich gemolken. Im Vergleich zu einer Milchkuh mit 25 bis 40 Litern ist das eine sehr geringe Menge, was den hohen Preis der Stutenmilch erklärt.

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