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Leinsamenmilch - Alles über den veganen Milchersatz aus Leinsamen

Der Leinsamendrink ist vegan und eine gute Alternative zur Tiermilch

Leinsamen werden aus einer Packung auf eine Holzunterlage geschüttet - © CC0 - Pixabay - SEMSEMS

Der vegane Lebensstil wird immer beliebter. Mit dem rasanten Anstieg der Anzahl vegan lebender Menschen werden vegane Ersatzprodukte gleichermaßen bekannter. Inzwischen gibt es einige vegane Milchersatzprodukte auf dem Mark. Sojamilch, Reismilch, Kokosmilch und Mandelmilch sind die bekanntesten Milchersatzprodukte.

Die neueste vegane Alternative ist Milch aus Leinsamen. Dieser Artikel verrät, was Leinsamenmilch ist und wie sie die Gesundheit unterstützt. 

Leinsamen in einer Glasbox - © CC0 - Pixabay - Jai79

Was ist Leinsamenmilch?

Leinsamenmilch wird, wie es der Name vermuten lässt, aus Leinsamen hergestellt. Die Hauptbestandteile sind Leinsamen und Wasser. Die Leinsamen und das Wasser werden mithilfe eines Mixers vermengt. Anschließend werden die festen von den flüssigen Bestandteilen getrennt, damit keine Rückstände in der Milch bleiben. 
Leinsamen sind die Samen des Flachses und werden auch Leinsaat genannt. Es gibt verschiedene Sorten, die durch die unterschiedliche Färbung der Schale erkannt werden können. Doch egal ob braune oder gelbe Schale: Leinsamen sind gesund. Sie sind sehr nährstoffreich und sind eine gute Quelle für gesunde Fette.

Die gesunden Inhaltsstoffe befinden sich auch in der Leinsamenmilch. Leinsamen sind nussig im Geschmack mit einer leichten Bitternote. Werden die Leinsamen zu lange gelagert bevor sie verarbeitet werden, schmecken sie bitterer. In der Regel schmeckt Leinsamenmilch leicht nussig. Ist die Milch sehr bitter, ist sie schlecht. 
Strauß aus Flachs - © CC0 - Pixabay - utroja0

Von Sojamilch über Mandelmilch zu Leinsamenmilch

Für viele Jahre war Sojamilch die am häufigsten verwendete Milchalternative für Veganer. Sie wird jedoch von einigen Menschen nicht gut vertragen, wodurch neue Milchersatzprodukte den Markt eroberten. Besonders etablieren konnte sich Mandelmilch. Diese hat einen positiven Effekt auf die Gesundheit, ist in der Herstellung billig und hat rasant steigende Umsatzzahlen.
Demzufolge wurde das Produkte 2016 vom amerikanischen Großunternehmen „Starbucks“ ins Sortiment aufgenommen. Mandelmilch ist noch immer sehr beliebt, doch langsam erblickt ein neuer Stern den Milchhimmel: Leinsamenmilch. Dafür gibt es viele Gründe. 
Zwei Kühe hinter Holzzaun - © CC0 - Pixabay - bones64

Eine tierleidfreie Milchalternative.

Für viele Menschen, die eine Milchalternative suchen, steht das Verhindern des Tierleids im Mittelpunkt. Viele Menschen unterstützen die Massen- und Nutztierhaltung nicht. Sie kaufen bewusst Produkte, die nicht von oder mithilfe von Tieren hergestellt wurden. Leinsamenmilch ist die perfekte Alternative für Menschen, die kein Tierleid verursachen möchten.
Sie schmeckt zwar nicht wie klassische Kuhmilch, kann aber genauso gut und vielfältig eingesetzt werden. Leinsamenmilch kann zum Kochen von Pudding oder als Kaffeemilch verwendet werden. Der leicht nussige Geschmack der Milchalternative eignet sich auch für das morgendliche Müsli. 
Zeichnung Magen roter Schein - © CC0 - Pixabay - Conmongt

Leinsamen für die Verdauung

Leinsamen liefern pro 100 g 39 g Ballaststoffe und unterstützen somit die Verdauung. Ballaststoffe sind Kohlenhydrate, die nicht aufgespalten werden können, da der Körper nicht über die notwendigen Enzyme verfügt. Dadurch gelangen diese Stoffe unverarbeitet in den Dünn- und Dickdarm. 
Dort fungieren sie als Nahrungsmittel für gute Darmbakterien, die für ein gesundes Darmmilieu verantwortlich sind. Außerdem regen Ballaststoffe die natürliche Bewegung des Darms (Peristaltik) an, wodurch der Nahrungsbrei schnell transportiert wird. Somit kann Leinsamenmilch eingesetzt werden, um eine Verstopfung zu beseitigen. Dieser Effekt wird verstärkt, da die Leinsamenschale Schleimstoffe enthält, wodurch der Stuhl weicher wird. 
Ein Haufen Leinsamen - © CC0 - Pixabay - alexdante

Pflanzliche Quelle für Omega-3-Fettsäuren

Leinsamen bestehen zu 40 Prozent aus Fett. Daher kann aus den Samen das bekannte Leinsamenöl gewonnen werden. Leinsamen enthalten gesunde Fette. Leinsamen enthalten Omega-3-Fettsäuren, die viele positiven Effekte auf die Gesundheit haben.
Insbesondere das Gehirn und die kognitiven Funktionen profitieren von Omega-3-Fettsäuren. So beugen die gesunden Fette beispielsweise Demenz vor, indem sie die DNA in den Zellen schützen. Außerdem wirken sich Omega-3-Fettsäuren positiv auf die Blutgefäße und das Herz-Kreislauf-System aus. 
 
Leinsamen ausgeschüttet auf einem Tuch - © CC0 - Pixabay - Veganamente

Leinsamen sind eine unterschätze Proteinquelle

100 g Leinsamen enthalten 25 g Eiweiß. Zum Vergleich: 100 g Kuhmilch enthalten lediglich 3 g Eiweiß. Eiweiße spielen eine wichtige Rolle beim Aufbau und Erhalt des Körpers. Eiweiß ist für die Bildung neuer Zellen verantwortlich. Dadurch ist der Körper jederzeit in der Lage, abgestorbene Zellen zu ersetzen.
Ohne den Grundbaustein des Lebens, Eiweiß, wäre der Körper nicht in der Lage, zu funktionieren. Sportler benötigen besonders viel Eiweiß, damit der Körper die alte Muskulatur reparieren und neue Muskulatur aufbauen kann. Leinsamenmilch ist eine gute Eiweißquelle für Veganer, welche oft zu wenig Eiweiß aufnehmen.
Letztes Update: 19.03.2019 16:46