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Pro und Kontra natürlicher Milchbestandteile

Kalzium, Fettsäuren und mikroRNAs in der Milch

Kirsche fällt in einen Löffel mit Milch und macht Spritzer - © CC0 - Pixabay - Myriams-Fotos

Das Pro und Kontra natürlicher Milchbestandteile: Hauptbestandteil in der Milch ist mit 80 Prozent Wasser. Der verbleibende Anteil umfasst Kohlenhydrate, Eiweiß, Milchfett, Vitamine, Hormone und Mineralien. Der Kalziumgehalt ist in der Milch am höchsten, verglichen mit anderen Nahrungsmitteln. Besonders im Wachstum sorgt Kalzium für Festigkeit in den Zähnen und Knochen und unterstützt die Muskelfunktion. Dies lässt sich beispielsweise mit einem Viertelliter Milch und zwei Scheiben Käse erreichen. Einige Wissenschaftler argumentieren, dass ein hoher Milchkonsum zur Übersäuerung und diese zu einer schädlichen Kalziumfreisetzung aus dem Knochen führen. Diese Ansicht ist widerlegbar, da dieser nicht allein verantwortlich ist, sondern die Summe der aufgenommenen sauren Lebensmittel, zu denen ebenfalls Cola, Kaffee, Alkohol gehören. Ein gesunder Körper ist in der Lage, den pH- Wert konstant zu halten, beispielsweise durch eine vermehrte Ausscheidung eines sauren Urins. Der Kalziumgehalt spielt jedoch eine große Rolle, wenn Medikamente eingenommen werden müssen. Tabletten und Tropfen sollten nicht mit Milch heruntergespült werden. Insbesondere Antibiotika werden schwächer in der Wirkung, da sie mit Kalzium schwerlösliche Komplexe bilden. Ähnlich reagieren Fluoride und Anti-Osteoporose –Mittel.

Symbol DNA Strang - © CC0 - Pixabay - lisichik

Bio Milch

Bio-Milch geniest einen guten Ruf wegen seiner höheren Anteile an den gesunden Omega-3-Fettesäuren und Vitaminen. Als bedeutende Vitamin-D-Quelle kann Milch die Immunabwehr stärken. Der Wachstumsfaktor IGF (Insulin-like Growth Factor) wird als Ursache für ein verstärktes Wachstum diskutiert, wenn Kinder und Jugendliche viel Milch trinken. Einige Jugendliche leiden nach vermehrtem Milchkonsum unter Akne. Tatsächlich scheinen bestimmte Faktoren die Aknebildung zu fördern. Allerdings schränken Forscher ein, dass dies hauptsächlich bei Jugendlichen eine Rolle spielt, die eine genetische Veranlagung zur Aknebildung aufweisen. Auch zur Beeinflussung der Aktivität von Genen wird intensiv geforscht. Kleine RNAs, die sogenannten Micro-RNAs, die in Milch ebenso wie in anderen pflanzlichen Lebensmitteln oder in Eiern vertreten sind, waren von besonderem Interesse. Gegenwärtig gibt es keine überzeugenden Studien, die einen positiven oder negativen Effekt plausibel erklären.
Letztes Update: 28.01.2019 13:22