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Yakmilch - Alles über die Milch vom Yak

Hoher Energiegehalt und Eiweißgehalt.

Ein schwarzes Yak - © CC0 - Pixabay - Simon

Yakmilch hat einen durchschnittlichen Fettgehalt von mehr als 6 Prozent, damit kommt sie auf einen Energiegehalt von über 3640 kJ (871 kcal). Zum Vergleich: Kuhmilch hat rund 2680 kJ (640 kcal). Auch der Eiweißgehalt der Yakmilch ist höher als bei Kuhmilch. Yaks werden meist von Bergnomaden auf den zentralasiatischen Hochplateaus gehalten. Für ihre Halter sind Yaks eine wichtige Energie- und Nährstoffquelle, weil Kühe in dem extremen Klima auf mehreren tausend Metern nicht gehalten werden können. Weil die Yaks nie darauf hin gezüchtet wurden, möglichst viel Leistung zu bringen, geben die Tiere verglichen mit Milchkühen relativ wenig Milch. Auch die Zeitperiode im Jahr ist viel kürzer: Yaks geben durchschnittlich etwa fünf Monate Milch, Milchkühe ungefähr doppelt so lange.

Wissenswertes über das Yak und die Milch vom Yak

Ein Yak, liegend im Bergland - © CC0 - Pixabay - 5350755

Das Yak, ein wichtiges Nutztier für Nomaden

Neben der Milch werden Wolle, Fleisch und Dung verarbeitet.
Außer der Milch ist das Yakfleisch eine bedeutende Nahrungsquelle für die Nomaden, die die Tiere auch als Last- und Arbeitstiere und zum Reiten verwenden und deren Leder, Wolle und getrockneten Dung (als Brennmaterial) weiterverarbeiten. Laut Schätzungen gibt es weltweit ca. 15 Millionen Yaks. Der Großteil lebt in China. Aber auch in Regionen der Mongolei, Nepals, Indiens, Kirgisiens oder Bhutans sind sie verbreitet und bilden die Lebensgrundlage vieler Menschen. Aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit und Genügsamkeit werden Yaks vereinzelt auch von Züchtern im deutschsprachigen Raum gehalten, etwa in Regionen, die für Milchkühe schwer erreichbar sind.
Ein Yak halb im Bild, eines ganz im Bild mit Marken im Ohr - © CC0 - Pixabay - Jai79

Gesundheitliche Aspekte der Yakmilch

Hoher Kalzium- und Phosphorgehalt
Yakmilch enthält mehr Fett und Eiweiß als Kuhmilch. Sie hat aber auch mehr ungesättigte Fettsäuren als Kuhmilch, denen nachgesagt wird, dass sie das Herz schützen können. Laut einer Studie, die im „Journal of Agricultural and Food Chemistry“ veröffentlicht wurde, weist Yakmilch auch sogenannte konjugierte Linolsäuren auf, die Diabetes, Arterienverkalkungen und Krebs verzögern können. Auch verschiedene Vitamine konnten in Yakmilch nachgewiesen werden. Yakmilch soll außerdem auch einen hohen Kalzium– und Phosphorgehalt haben.
Käselaib, ein Stück herausgeschnitten, liegt daneben - © CC0 - Pixabay - AlexKlenSymbolbild

Produkte aus Yakmilch

Butter, Käse, Kosmetik und Hundezahnbürsten
Die wichtigsten traditionellen Produkt aus Yakmilch sind Yakbutter und Yakkäse. Yakbutter hat einen hohen Fettgehalt von 90 Prozent und ist gut haltbar. Die Yakbutter wird etwa im Buttertee von den Mönchen in den tibetischen Klöstern getrunken. Auch Joghurt wird im zentralasiatischen Raum aus Yakmilch hergestellt. Eine traditionelle Süßspeise, die aus Yakmilch hergestellt wird, ist Kurauni - es entsteht durch besonders langsames Kochen und wird zu Feierlichkeiten genossen. Bekannt ist auch Öröm, ein dicker Rahm, der ein typisches Produkt aus der Mongolei ist. Choormog, ein leicht alkoholisches Milchgetränk, wird aus einem joghurtähnlichen Produkt gewonnen, indem Hefe zugegeben wird.
Auch Kosmetikprodukte werden aus Yakmilch erzeugt. Russische Konsumenten schätzen etwa Naturprodukte aus Sibirien sehr - darunter auch solche mit Yakmilch. Einige sind auch am europäischen Markt erhältlich. Manche der Yakmilchprodukte klingen durchaus exotisch. Aus der fettigen Milch der Yaks, die ungesättigte Fettsäuren enthält, wird zum Beispiel Seife für geschmeidige Hände erzeugt, die für trockene, reife und normale Haut geeignet ist. Auf der Basis von Yakmilch werden auch Aftershave-Gels hergestellt. Sie könne einen kühlenden und pflegenden Effekt auf gereizte Haut haben.

Weitere Produkte aus Yakmilch

Letztes Update: 14.02.2019 10:40